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Die Hamburg Blue Devils müssen sich einen neuen Offense
Coordinator suchen. Der im Dezember 2004 als Coach verpflichtete
Mike Williams gab den
Teufeln am Mittwoch per E-Mail einen Korb. Gründe für seinen
Rückzieher gab der 35 jährige Kanadier nicht an. Er teilte den
Devils lediglich mit, dass er nicht nach Deutschland kommen werde.
„Eine derart unpersönliche Absage ist absolut unprofessionell und
stillos“, ärgert sich Karsten P. Steffens, Geschäftsführer der
Hamburg Blue Devils. „Wir werden jetzt aber schnell handeln und
einen Nachfolger präsentieren.“
Der Vertragsbruch von Mike Williams trifft die Devils auch
finanziell. „Mike hat seit November 2004 von uns Geld bekommen“, so
Steffens weiter. „Dafür haben andere Gehaltseinbußen in Kauf
genommen. Wir haben das als Vertrauensvorschuss betrachtet.“
Besonders enttäuschend für die Teufel: 1996 führte Williams die
Devils zur ersten Deutschen Meisterschaft. 1997 gewann er mit den
Blauen als Offense Coordinator den Eurobowl. „Williams ist nicht so
mit den Devils verbunden, wie wir alle dachten“, so Sportdirektor
Florian Dannehl. „Mit einem derartigen Verhalten konnte man nicht
rechnen.
Williams hatte einen guten Ruf in der Deutschen Footballszene – bis
gestern.“ Rund zehn Wochen vor Saisonbeginn fehlt dem
vierfachen German Bowl Sieger nun die Führung der Offensiv-Abteilung.
„Wir fangen aber bei weitem nicht bei Null an“, stellt Dannehl klar.
„Dank unserer guten Kontakte werden wir schon in der kommenden Woche
unseren neuen Offense Coach vorstellen.“ Neben einer amerikanischen
stehen auch zwei deutsche Lösungen zur Auswahl. |