Spielbericht

28.08.2004
Aufholjagd schlägt fehl – knappe Niederlage in Dresden

Nach sechs Siegen in Folge mussten die Hamburg Blue Devils am vergangenen Samstag im Spiel gegen die Dresden Monarchs einen herben Rückschlag hinnehmen. Obwohl gleichzeitig die Berlin Adler ihr Heimspiel gegen den Titelfavoriten Braunschweig Lions verloren, konnte der „Satzball“ im Kampf um das Play-off-Heimrecht im Viertelfinale nicht genutzt werden, denn nur ein Sieg der Blauen hätte das Rennen um den zweiten Platz in der GFL Nord noch offen halten können. Nun muss man sogar um den dritten Platz bangen und abwarten, wie die letzten beiden Spiele der Monarchs gegen Stuttgart und Düsseldorf ausgehen.
Wie so oft fanden die Blue Devils zunächst nicht so recht ins Spiel. Bereits nach dem ersten Quarter lagen sie mit 0:14 zurück. René Horschig mit einem Lauf über 10 Yards und Thomas Emslander nach einem 25 Yards-Pass von QB Donnell Brown sorgten für die Dresdner Führung. Dem Hamburger Angriff gelang wenig – man hatte als Außenstehender den Eindruck, alles, was bei den Devils danebenging, klappte dafür den Dresdnern umso besser. Immerhin gab es dann den ersten Hoffnungsschimmer: Ein Fumble der Dresdner nach einem Hamburger Punt konnte wenig später dazu genutzt werden, endlich auf das Scoreboard zu kommen. Marico Gregersen fing einen 22-Yards von Darius Outlaw. Der PAT-Versuch durch Florian Dannehl wurde allerdings geblockt. Ausnahme-RB Bruce Molock konnte danach den Vorsprung für die Monarchs auf 21:6 ausbauen (PATs durch Hempel alle gelungen). Kurz vor der Halbzeitpause blockte das Special Team der Monarchs einen Fieldgoal-Versuch von Florian Dannehl, und so ging es mit einem 6:21-Rückstand für die Blue Devils in die Pause.
In der zweiten Halbzeit sollten den Monarchs keine weiteren Punkte mehr gelingen. Julian Spohr mit einem kurzen TD-Lauf und die anschließende gelungene Conversion durch Max v. Garnier sorgten für den 14:21-Zwischenstand und neue Hoffnung bei den ca. 250 mitgereisten Devils-Fans unter den rund 2300 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion. Und diese Hoffnung verstärkte sich noch, denn kurz vor Spielende stand es nach einem kurzen Pass auf Curtis Cooper in die Endzone nur noch 20:21 aus Sicht der Blue Devils. Diese entschieden sich für den Conversion-Versuch – immerhin wusste man, dass die Adler gegen die Lions zurücklagen... Diesmal allerdings misslang der Passversuch, Yoan Schnee gelang es, seine Hand in den Weg des Balls zu bringen.
Tragische Figur des Spiels war aus Hamburger Sicht QB Darius Outlaw. Einerseits stellte er mit 52 Pass-Versuchen einen neuen Team-Rekord bei den Blue Devils auf. Andererseits warf er völlig ungewohnt drei Interceptions. Aber am schlimmsten wiegt wohl die Tatsache, dass er sich kurz vor Spielende eine Muskelverletzung im Oberschenkel zuzog. Bleibt zu hoffen, dass die endgültige Diagnose nicht allzu schwerwiegend ausfällt und er dem Team bald wieder zur Verfügung steht...

zurück