Spielbericht

07.08.2004

Pflichtsieg gegen harmlose Raubkatzen


Hamburg Blue Devils – Düsseldorf Panther 42:07
(07:00 / 28:00 / 07:07 / 00:00)
Zuschauer: 5.072

Die Hamburg Blue Devils haben den dritten Tabellenplatz in der Gruppe Nord der „German Football League“ erwartungsgemäß verteidigt. Im Rückspiel gegen Aufsteiger Düsseldorf Panther reichte erneut ein starkes Viertel, um die Punkte sicher an der Elbe zu behalten. Die Rheinländer hatten nie die Mittel, die Teufel in der Blauen Hölle am Millerntor in Bedrängnis zu bringen.

Einmal mehr entscheidend: die Hamburger sicherten sich früh die Lufthoheit. QB Darius Outlaw fand nicht weniger als 6 verschiedene Receiver für seine traumhaft sicheren Zuspiele. Wenn es dann einmal nicht durch die Luft ging, nahm er wie gewohnt das Heft und die Beine in die eigenen Hände. So ganz nebenbei stellte Outlaw dabei den Teamrekord von QB – Legende Dino Bucciol aus dem Jahr 1996 für Touchdownpässe in einem Spiel ein. Fünf Touchdowns durch Passspiel hatte es 8 Jahre in Hamburg nicht mehr gegeben. Nachdem „der Chef“ den Punktereigen im 1. Quarter selbst eröffnete (Run 1 Yard), trugen sich TE Andreas Nommensen (2 – 15 + 8 Yard - und MVP der Devils), Toni Meinhardt (18 Yard), Max v. Garnier (11 Yard) und Marico Gregersen (42 Yard) in die Scorerliste ein, bevor Panther - TE Alexej Mittendorf (Catch 3 Yard, MVP) kurz vor Ende des 3. Viertels die Ehrenpunkte für die Düsseldorfer erzielte.

Durch die Ausfälle der RB’s Curtis Cooper und Julian Spohr sowie das Fehlen von Werner Hippler erhielten Devils Urgestein Tobias Schiller und Marc Huismann Gelegenheit, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen und nutzten die Chance.

Erfreulich aus Hamburger Sicht auch, dass die Abwehr trotz des arg dezimierten Kaders in der Lage war, die Angriffe der Düsseldorfer immer wieder zu kontrollieren und ein ums andere Mal der Offense den Ball zu geben. Entscheidend für ein ungewohntes Bild auf dem Scorebord am Millerntor – die Devils mussten einmal nicht einem Rückstand hinterherlaufen.

Gästecoach Wolfgang Best zeigte sich nach dem Spiel trotz der klaren Niederlage nur wenig enttäuscht.
„Auch wenn wir nach dem Spiel letzte Woche in Düsseldorf die Hoffnung hatten, die Heimreise nicht mit einem so deutlichen Ergebnis antreten zu müssen – unser Saisonziel ist noch immer der Klassenerhalt. Dazu benötigen wir Siege gegen Hannover und Marburg. Hamburg, Braunschweig, Berlin und Dresden spielen in diesem Jahr noch auf einem anderen Niveau. Das ist nicht unser Maßstab. Am kommenden Wochenende gegen die Musketeers werden wir viele der heute nicht einsatzfähigen Spieler wieder an Bord haben und wollen den 5. Tabellenplatz sichern. Ärgerlich ist natürlich, wenn man so viele sichere Bälle fallen lässt, wie es unsere Receiver heute getan haben. Daran müssen wir arbeiten“

Coach Bob Enger wurde da schon deutlicher: „Wie soll man sich fühlen, wenn man unter einen Truck geraten ist....“

Kirk Heidelberg zollte seinen jungen Team den verdienten Respekt und hob hervor, dass die Defense heute einen guten Job gemacht hat. Der Druck auf den schnellen QB Brennan Crooks konnte über die gesamte Spielzeit aufrecht erhalten werden. Allerdings erwartet die Devils am kommenden Samstag in Berlin sicher eine schwierigere Aufgabe.


Foto: Dierk Kruse


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