Spielbericht

30.09.2003
Die Wildschweine sind erlegt, der Butler hat serviert

Girjdoiafjdsijf kdhfkd !!!

Uns fehlen die Worte! Als vermeintlicher Underdog fuhren die Hamburg Blue Devils am Samstag zu den im Vorwege favorisierten Rhein Main Razorbacks, um dort die berühmte These „Offense sells Tickets, Defense wins Championships“ wieder einmal zu belegen.

Um ein Zitat vom Rüsselsheimer Headcoach Mike Wyatt vorwegzunehmen „We (they) got asses kicked“. Zu überlegen waren an diesem Samstag die Hamburg Blue Devils und wieder einmal machten die Special Teams den Unterschied. Vor allem einer schrieb heute Geschichte: Toure Butler (#10) returnierte 2 Punts der Wildschweine jeweils über 80 Yards und mehr in die Endzone der Gastgeber und ließ somit unsere Herzen höher schlagen.

Doch zunächst begann das Spiel anders, als es sich die Hamburger erhofft hatten. Nach einigen Läufen über den ebenfalls in bester Spiellaune nach Hessen gereisten Curtis Cooper (#32) und Pässen auf Marico Gregersen (#84) und Thomie Venisee (#86) mussten sich die Devils dann doch per Punt vom Ball trennen.

Im ersten Drive der Rüsselsheimer machte die Hamburger Defense sofort Druck auf den Quarterback Clay Groefsma (#17). Doch ein langer Pass von Groefsma über 40 Yards auf den ehemaligen Hamburger Wide Receiver #18, Slawomir Rybarczyk, brachte die Razorbacks tief in die Hälfte der Blue Devils. Jedoch ließen ein Fumble und 2 Fouls ein erneutes First Down nicht zu und somit blieb den Gastgebern nur ein Fieldgoal-Versuch, den Ralf Kleinmann (#21) zum 3:0 sicher verwandelte.

Die Antwort der Devils ließ nicht lange auf sich warten. Wieder war es Super Cooper, der die Abwehr der Wildschweine ein ums andere Mal stehen ließ und die Devils bis an die 20 Yard- Line der Rüsselsheimer brachte. Ein wunderschöner 20 Yard-Touchdown-Pass von Zach Witt (#17) auf Devils-Urgestein Maximilian von Garnier (#80) führte zum 3:7.

Diese Führung gaben die Devils von nun an nicht mehr her. Der erste Passversuch im nächsten Drive der Hogs landete in den Händen des erneut fantastisch aufspielenden Rico Meinhardt (#38), der somit seiner Offense keine Pause gönnte. Diese schien darüber jedoch nicht unglücklich und so trug Curtis Cooper den Ball über 12 Yards in die Endzone. Das 3:14 war perfekt, denn auch heute verwandelte Florian Dannehl die Extrapunkte gewohnt sicher.

Im nächsten Drive zeigten die Rüsselsheimer nun endlich einmal ihr berühmt-berüchtigtes Passspiel. Ein 46 Yard-Pass von Clay Groefsma auf WR #9 Markus Rosskopf brachte die Razorbacks schnell in die Hälfte der Hamburger. Am Ende war es dann der Rüsselsheimer MVP #4 Filip Pawelka, der einen 20 Yard-Pass zum 10:14 in der Endzone fing.

Im nächsten Drive der Hamburger konnte das Laufspiel von Curtis Cooper erneut nicht von der Rüsselsheimer Defense gestoppt werden. Doch konnte diese einen Pass von Zach Witt abfangen und die Razorbacks kamen somit wieder ins Angriffsrecht. Die Wildschweine konnten mit diesem Angriffsrecht jedoch nicht viel anfangen und nach 4 gescheiterten Pässen bekamen die Blue Devils den Ball an der eigenen 25 Yard-Line zurück.

Ohne mit der Wimper zu zucken warf Zach Witt das Lederei über 72 Yards direkt auf Marico Gregersen, der den Ball nur noch zum 10:21 Halbzeitstand in die Endzone zu tragen brauchte.

Nach der Pause ging der Punktesegen für die Blue Devils sofort weiter. Der Rüsselsheimer Quarterback wurde nun zunehmend Opfer der blitzenden blauen Wand. Vladi Ilic, Rico Meinhardt und Walter Reese schienen eine beinahe kindliche Freude daran zu entwickeln, den gegnerischen Quarterback ein ums andere Mal ins Gras beißen zu lassen.

Nach den Sacks war nun die Zeit des Toure Butler gekommen. Mit 2 grandiosen, aufeinanderfolgenden Punt Returns über 81 und 86 Yards brachte das 1,76 m große Bündel Dynamit das Lederei schnell wie ein Blitz in die Endzone und ließ nur staunende Wildschweine auf dem Platz zurück. Die 500 mitgereisten Hamburger Fans tobten und die Vorentscheidung war nun endgültig gefallen.

Im darauffolgenden Drive der Razorbacks stellte Devils-Linebacker #40,Walter Reese, mit seinem 14,5. Sack der Saison einen neuen Rekord auf.

Der Rest des Spiels ist kurz beschrieben.. Ein weiterer 23 Yard-Touchdown-Run von Curtis Cooper zum 10:41 beendete das 3. Viertel. Im letzten Viertel bäumten sich die Razorbacks noch einmal auf und konnten weitere 14 Punkte auf ihrem Punktekonto für sich verbuchen. Zwischenzeitlich verwandelte Florian Dannehl noch ein 31 Yard-Fieldgoal.

Am Ende hieß es 44:24 für die Hamburg Blue Devils, die somit zum 3. Mal in Folge im German Bowl am 11. Oktober auf die Braunschweig Lions treffen.

Randnotizen:

Den blauen Hut ziehen wir heute vor der Geduld, die der weibliche Linejudge auf Hamburger Seite aufbrachte, war die Chaincrew doch größtenteils ziemlich planlos und wusste häufig nicht so recht wohin.

Schon vor dem Schlusspfiff mussten heute fast alle Coaches dran glauben: Keiner entkam der gefürchteten „Gatorade-Shower“ (sollte eher Water-Shower heißen)

Gerüchten zufolge wurde das Bier im Spielerbus auf der Rückfahrt nicht nur einmal knapp. Der bereits im Stadion begonnene ausgelassene Jubel über den erneuten Einzug ins Endspiel ging auf der Rückfahrt weiter. Das Kinderparadies des nächstgelegenen McDonalds wurde von der halben Defense, allen voran Jeffrey Amaning eingenommen.

Punkte:
HBD: Toure Butler, Curtis Cooper (je 12), Florian Dannehl (8), Max v. Garnier, Marico Gregersen (je 6)
RMR: Clay Groefsma, Filip Pawelka, Marcel Duft (je 6), Ralf Kleinmann (4), Mike Lawrence (2)

Double Trouble (CE + NM)


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