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Uns fehlen die Worte! Als vermeintlicher Underdog fuhren die Hamburg
Blue Devils am Samstag zu den im Vorwege favorisierten Rhein Main
Razorbacks, um dort die berühmte These „Offense sells
Tickets, Defense wins Championships“ wieder einmal zu belegen.
Um ein Zitat vom Rüsselsheimer Headcoach Mike Wyatt vorwegzunehmen
„We (they) got asses kicked“. Zu überlegen waren
an diesem Samstag die Hamburg Blue Devils und wieder einmal machten
die Special Teams den Unterschied. Vor allem einer schrieb heute
Geschichte: Toure Butler (#10) returnierte 2 Punts der Wildschweine
jeweils über 80 Yards und mehr in die Endzone der Gastgeber
und ließ somit unsere Herzen höher schlagen.
Doch zunächst begann das Spiel anders, als es sich die Hamburger
erhofft hatten. Nach einigen Läufen über den ebenfalls
in bester Spiellaune nach Hessen gereisten Curtis Cooper (#32) und
Pässen auf Marico Gregersen (#84) und Thomie Venisee (#86)
mussten sich die Devils dann doch per Punt vom Ball trennen.
Im ersten Drive der Rüsselsheimer machte die Hamburger Defense
sofort Druck auf den Quarterback Clay Groefsma (#17). Doch ein langer
Pass von Groefsma über 40 Yards auf den ehemaligen Hamburger
Wide Receiver #18, Slawomir Rybarczyk, brachte die Razorbacks tief
in die Hälfte der Blue Devils. Jedoch ließen ein Fumble
und 2 Fouls ein erneutes First Down nicht zu und somit blieb den
Gastgebern nur ein Fieldgoal-Versuch, den Ralf Kleinmann (#21) zum
3:0 sicher verwandelte.
Die Antwort der Devils ließ nicht lange auf sich warten.
Wieder war es Super Cooper, der die Abwehr der Wildschweine ein
ums andere Mal stehen ließ und die Devils bis an die 20 Yard-
Line der Rüsselsheimer brachte. Ein wunderschöner 20 Yard-Touchdown-Pass
von Zach Witt (#17) auf Devils-Urgestein Maximilian von Garnier
(#80) führte zum 3:7.
Diese Führung gaben die Devils von nun an nicht mehr her.
Der erste Passversuch im nächsten Drive der Hogs landete in
den Händen des erneut fantastisch aufspielenden Rico Meinhardt
(#38), der somit seiner Offense keine Pause gönnte. Diese schien
darüber jedoch nicht unglücklich und so trug Curtis Cooper
den Ball über 12 Yards in die Endzone. Das 3:14 war perfekt,
denn auch heute verwandelte Florian Dannehl die Extrapunkte gewohnt
sicher.
Im nächsten Drive zeigten die Rüsselsheimer nun endlich
einmal ihr berühmt-berüchtigtes Passspiel. Ein 46 Yard-Pass
von Clay Groefsma auf WR #9 Markus Rosskopf brachte die Razorbacks
schnell in die Hälfte der Hamburger. Am Ende war es dann der
Rüsselsheimer MVP #4 Filip Pawelka, der einen 20 Yard-Pass
zum 10:14 in der Endzone fing.
Im nächsten Drive der Hamburger konnte das Laufspiel von Curtis
Cooper erneut nicht von der Rüsselsheimer Defense gestoppt
werden. Doch konnte diese einen Pass von Zach Witt abfangen und
die Razorbacks kamen somit wieder ins Angriffsrecht. Die Wildschweine
konnten mit diesem Angriffsrecht jedoch nicht viel anfangen und
nach 4 gescheiterten Pässen bekamen die Blue Devils den Ball
an der eigenen 25 Yard-Line zurück.
Ohne mit der Wimper zu zucken warf Zach Witt das Lederei über
72 Yards direkt auf Marico Gregersen, der den Ball nur noch zum
10:21 Halbzeitstand in die Endzone zu tragen brauchte.
Nach der Pause ging der Punktesegen für die Blue Devils sofort
weiter. Der Rüsselsheimer Quarterback wurde nun zunehmend Opfer
der blitzenden blauen Wand. Vladi Ilic, Rico Meinhardt und Walter
Reese schienen eine beinahe kindliche Freude daran zu entwickeln,
den gegnerischen Quarterback ein ums andere Mal ins Gras beißen
zu lassen.
Nach den Sacks war nun die Zeit des Toure Butler gekommen. Mit
2 grandiosen, aufeinanderfolgenden Punt Returns über 81 und
86 Yards brachte das 1,76 m große Bündel Dynamit das
Lederei schnell wie ein Blitz in die Endzone und ließ nur
staunende Wildschweine auf dem Platz zurück. Die 500 mitgereisten
Hamburger Fans tobten und die Vorentscheidung war nun endgültig
gefallen.
Im darauffolgenden Drive der Razorbacks stellte Devils-Linebacker
#40,Walter Reese, mit seinem 14,5. Sack der Saison einen neuen Rekord
auf.
Der Rest des Spiels ist kurz beschrieben.. Ein weiterer 23 Yard-Touchdown-Run
von Curtis Cooper zum 10:41 beendete das 3. Viertel. Im letzten
Viertel bäumten sich die Razorbacks noch einmal auf und konnten
weitere 14 Punkte auf ihrem Punktekonto für sich verbuchen.
Zwischenzeitlich verwandelte Florian Dannehl noch ein 31 Yard-Fieldgoal.
Am Ende hieß es 44:24 für die Hamburg Blue Devils, die
somit zum 3. Mal in Folge im German Bowl am 11. Oktober auf die
Braunschweig Lions treffen.
Randnotizen:
Den blauen Hut ziehen wir heute vor der Geduld, die der weibliche
Linejudge auf Hamburger Seite aufbrachte, war die Chaincrew doch
größtenteils ziemlich planlos und wusste häufig
nicht so recht wohin.
Schon vor dem Schlusspfiff mussten heute fast alle Coaches dran
glauben: Keiner entkam der gefürchteten „Gatorade-Shower“
(sollte eher Water-Shower heißen)
Gerüchten zufolge wurde das Bier im Spielerbus auf der Rückfahrt
nicht nur einmal knapp. Der bereits im Stadion begonnene ausgelassene
Jubel über den erneuten Einzug ins Endspiel ging auf der Rückfahrt
weiter. Das Kinderparadies des nächstgelegenen McDonalds wurde
von der halben Defense, allen voran Jeffrey Amaning eingenommen.
Punkte:
HBD: Toure Butler, Curtis Cooper (je 12), Florian Dannehl (8), Max
v. Garnier, Marico Gregersen (je 6)
RMR: Clay Groefsma, Filip Pawelka, Marcel Duft (je 6), Ralf Kleinmann
(4), Mike Lawrence (2)
Double Trouble (CE + NM)
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