Für einen schwerkranken Spieler machte Adrian Rainbow (#3), Quarterback der Braunschweig Lions, ein verdammt gutes Spiel. Da hatten die Ärzte in der Löwenstadt ganze Arbeit geleistet. Weniger Glück hatten da die Hamburg Blue Devils. Ihr Quarterback Zach Witt (#17) musste aufgrund seiner Verletzung aus der Vorwoche wirklich passen und verfolgte das Spiel von der Sideline. Gefallen hat ihm das, was er sah, aber mit Sicherheit nicht, denn schon der erste Passversuch seines Vertreters als Starting Quarterback, Tobi Schmidt (#9), landete in den Armen eines Braunschweiger Defensespielers. Mit schönen Spielzügen arbeiteten sich die Gastgeber Yard um Yard Richtung Endzone der Titelverteidiger vor, aber die zu Beginn der Partie gewohnt starke Defense der Devils ließ nur einen Fieldgoalversuch der Lions zu, welchen diese nicht erfolgreich verwerten konnten. In der folgenden Angriffsserie der Gäste versuchte sich Wide Receiver Marico Gregersen (#84) als Quarterback. Aufgrund einer Verletzung des Hamburger Longsnappers gab es jedoch ziemlich viele Fehler beim Snap, welche die ohnehin knappe Zeit für Gregersen (#84) noch weiter verkürzte. Somit mussten er und später auch wieder Tobi Schmidt (#9) immer wieder einen Quarterback Sack in Kauf nehmen. Insgesamt gingen dabei über 70 Yards verloren. Die Offense blieb im gesamten Spiel ziemlich blass und nur aufgrund einer starken Defenseleistung konnte der Tabellenführer im ersten Quarter ein 0:0 halten. Im zweiten Viertel mussten sich die Hansestädter gleich im ersten Spielzug mittels eines Punts vom Ball trennen und die Braunschweiger stürmten wieder unaufhaltsam in Richtung der Hamburger Endzone. Die Defense der Blauen hielt dem Druck der Lions abermals stand und gestattete den Roten wieder nur einen Fieldgoalversuch. Diesmal machte es Marko Rothaar (#8) aber besser und brachte sein Team aus knapp 30 Yards mit 3:0 in Führung. Wieder in Ballbesitz, ließen sich die Devils davon aber wenig beeindrucken und arbeiteten sich mit einigen gelungenen Spielzügen Yard um Yard nach vorne. Weniger als eine Minute vor der Halbzeit waren sie aber doch gezwungen, ein Fieldgoal zu versuchen. Der Schuss von Florian Dannehl (#43) konnte durch die Defense der Lions allerdings abgefangen werden und Doug Seidenstricker (#14) trug den Ball zum 10:0 (PAT Rothaar) über das gesamte Feld in die Endzone der Hamburger. Nach dem Seitenwechsel schlug dann die Stunde des Kelvin Love (#4). Mit drei Touchdowns überrannte er die nun völlig neben sich stehenden Gäste fast im Alleingang. Eine TPC von Eric Yuma (#5) und fünf Punkte von Marko Rothaar (#8) sorgten für den 0:35 Endstand in einem Spiel, in dem die Devils zu keinem Zeitpunkt den Eindruck erweckten, das Feld als Sieger verlassen zu können. Noch bitterer als die Niederlage gegen die klar überlegenen Braunschweiger ist sicherlich der Verlust von Defense Back Walter Reese (#40), der nach einem provozierten Foul im dritten Quarter des Feldes verwiesen wurde. Ob und wie lange er gesperrt wird, entscheidet sich in den nächsten Tagen. Durch die Niederlage tauschten beide Teams am letzten Spieltag noch einmal die Plätze und die Lions gehen wie im vergangenen Jahr als Nordmeister in die Playoffs. Ob dies allerdings ein Vorteil ist, muss sich zeigen, denn im Halbfinale kann es zu einem erneuten Aufeinandertreffen mit den Berlin Adlern im Stadion an der Hamburger Straße kommen. Und an die Adler haben die Lions keine guten Erinnerungen, kassierten sie gegen die Hauptstädter doch die einzige Heimniederlage der Saison. Die Blue Devils erwarten am 20.09.03 um 18.00 Uhr das Team der Schwäbisch Hall Unicorns zum Playoff-Viertelfinale am Millerntor. Die Einhörner konnten hinter Rüsselsheim und Franken den dritten Platz in der Südstaffel belegen.
Go blue, fight and win – jetzt erst recht!
StG
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