| Lange haben wir überlegt, ob wir es uns nicht einfach machen
sollten und den Spielbericht der letzten Woche nehmen und nur hier
und da ein paar kleine Änderungen vornehmen, doch wir machen
es uns nicht zu einfach ;o)...
Wenn wir dies getan hätten, hätte das ganze wahrscheinlich
wie folgt ausgesehen: „Man streiche den Touchdown der Gegner,
denn so einer wurde – trotz mehrfachen Vordringens der Cardinals
in die Red Zone der Blue Devils – immer wieder durch die höllisch
gute Defense der Blue Devils verhindert. Auf der Seite der Devils
scorten diesmal Curtis Cooper, Marico Gregersen (Achtung Auswärtsstadionsprecher!
Unser super Wide Receiver spricht sich [mahriko grégersenn]
und nicht [maricio gräggersen ;o) ), Walter Reese und Florian
Dannehl 6 Punkte. Auch diesmal wurde nur im ersten und vierten Viertel
gepunktet. Der Name „Dominique Kuhn“ ist durch „Michael
Westbrook“ zu ersetzen.“
Im Nachhinein fanden wir die Idee aber blöd und beschlossen,
uns dann doch etwas mehr Mühe zu geben.
Das Spiel begann mit einem erfolglosen Drive der Essener. Nachdem
sie sich mit einem Punt vom Ball trennen mussten, erliefen die Blue
Devils ihren Raumgewinn bis kurz vor die Endzone der Cardinals meist
über Curtis Cooper oder über kurze Pässe auf Marico
Gregersen. Cooper war es dann jedoch, der die Lorbeeren ernten durfte
und den Ball über 17 Yards in die Endzone trug. Florian Dannehl
verwandelte den Extrapunkt wie immer zuverlässig. Der nächste,
zunächst vielversprechend aussehende Drive der Cardinals ging
per Passspiel bis kurz vor die Endzone der Blue Devils, jedoch verlor
Runningback #23, Michael Westbrook den Ball und DB # 25 Sascha Gehloff
sicherte ihn sich und trug ihn bis an die 35-Yardline der Hamburger
zurück. Im nun folgenden Drive der Hamburger zeigte die in
Essen eher schwach aufspielende Offense der Hamburger dann einmal
ihr ganzes Können. Ein 16-Yardlauf von #32 Curtis Cooper und
ein sehenswerter 52 Yard-Touchdown-Pass von Quarterback #17 Zach
Witt auf Wide Receiver #84 Marico Gregersen reichten, um weitere
7 (PAT Dannehl) Punkte auf das Scoreboard zu bringen. Wie schon
letzte Woche in Köln passierte jetzt lange nichts. Die Cardinals
erzielten ihren Raumgewinn meist durch Laufspiel über Runningback
#23 Michael Westbrook, blieben jedoch ohne Punkte. Auf Seiten der
Hamburger glänzten in der Offense v.a. Arbeitstier Curtis Cooper
mit insgesamt 26 Läufen über 140 Yards sowie der für
den leider an Grippe erkrankten Maximilian von Garnier (von hier
aus gute Besserung!!!) eingesetzte Toni Meinhardt, der am Ende 4
Catches für 50 Yards für sich verbuchen konnte. In der
Abwehr war heute deutlich die gute Aufbau- und Jugendarbeit der
Blue Devils zu erkennen. So spielte DL #96 Jeffrey Amaning ein super
Spiel und konnte sich am Ende über insgesamt 3 Quarterback-Sacks
freuen. Erst zu Beginn des 4. Quarters konnten die Hamburg Blue
Devils nach einer Interception des ebenfalls sehr stark spielenden
Sascha Gehloff den Vorsprung durch ein 29-Yard-Fieldgoal der #43
Florian Dannehl auf 17:0 ausbauen. Nun war der Kampfeswille der
Cardinals endgültig gebrochen und auch ein Passversuch im nächsten
Drive der Essener landete in den Händen der Hamburger. Wieder
einmal war es DB #40 Walter Reese, der es sich erneut nicht nehmen
ließ, einen eroberten Ball selbst in die Endzone zu bringen.
Begleitet wurde der Interception-Return-Touchdown durch einen der
wenigen Höhepunkte des Spieles: Reese „tänzelte“
– nachdem er seine Verfolger abgehängt hatte –
in die Endzone. Kurz vor Ende der Partie wurde es noch einmal spannend.
Durch einige schöne Läufe von Curtis Cooper kamen die
Blue Devils erneut bis dicht an die Red Zone der Cardinals und somit
in Fieldgoal-Reichweite, doch zu schnell war die Spieluhr plötzlich
abgelaufen und die Fans von einem doch eher schlechteren Spiel auf
beiden Seiten erlöst.
Zusammenfassend kann man sagen, dass die rund 300 mitgereisten
Hamburger Fans ein eher einseitiges und wenig spektakuläres
Offense-Spiel ihrer Devils gesehen haben, leider gab es viele unnötige
Turnovers oder fallengelassene, fangbare Bälle (sog. „Catchables“).Diese
noch nicht wirklich championreife Leistung der Hamburger Offense
wurde jedoch durch die erneut überragend spielende Defense
von Defensive Coordinator Dave Likins wieder gut gemacht. Bleibt
zu wünschen, dass die am Samstag hoffentlich zahlreich nach
Dresden mitreisenden Fans ein variantenreicheres und sichereres
Offense-Spiel zu sehen bekommen und der momentane – durch
Schützenhilfe der Berlin Adler errungene (die Adler gewannen
in einem dramatischen Spiel bei den Braunschweig Lions mit 20:22)
– 1. Tabellenplatz der GFL Nord erfolgreich verteidigt werden
kann, so dass es am 06. September zu dem großen Showdown um
Platz 1 im Norden zwischen den Braunschweig Lions und den Hamburg
Blue Devils kommen kann.
Double Trouble (CE + NM)
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