Spielbericht

24.08.2003
The same report as... last week oder “glanzloses Erreichen der Tabellenführung”

Lange haben wir überlegt, ob wir es uns nicht einfach machen sollten und den Spielbericht der letzten Woche nehmen und nur hier und da ein paar kleine Änderungen vornehmen, doch wir machen es uns nicht zu einfach ;o)...

Wenn wir dies getan hätten, hätte das ganze wahrscheinlich wie folgt ausgesehen: „Man streiche den Touchdown der Gegner, denn so einer wurde – trotz mehrfachen Vordringens der Cardinals in die Red Zone der Blue Devils – immer wieder durch die höllisch gute Defense der Blue Devils verhindert. Auf der Seite der Devils scorten diesmal Curtis Cooper, Marico Gregersen (Achtung Auswärtsstadionsprecher! Unser super Wide Receiver spricht sich [mahriko grégersenn] und nicht [maricio gräggersen ;o) ), Walter Reese und Florian Dannehl 6 Punkte. Auch diesmal wurde nur im ersten und vierten Viertel gepunktet. Der Name „Dominique Kuhn“ ist durch „Michael Westbrook“ zu ersetzen.“

Im Nachhinein fanden wir die Idee aber blöd und beschlossen, uns dann doch etwas mehr Mühe zu geben.

Das Spiel begann mit einem erfolglosen Drive der Essener. Nachdem sie sich mit einem Punt vom Ball trennen mussten, erliefen die Blue Devils ihren Raumgewinn bis kurz vor die Endzone der Cardinals meist über Curtis Cooper oder über kurze Pässe auf Marico Gregersen. Cooper war es dann jedoch, der die Lorbeeren ernten durfte und den Ball über 17 Yards in die Endzone trug. Florian Dannehl verwandelte den Extrapunkt wie immer zuverlässig. Der nächste, zunächst vielversprechend aussehende Drive der Cardinals ging per Passspiel bis kurz vor die Endzone der Blue Devils, jedoch verlor Runningback #23, Michael Westbrook den Ball und DB # 25 Sascha Gehloff sicherte ihn sich und trug ihn bis an die 35-Yardline der Hamburger zurück. Im nun folgenden Drive der Hamburger zeigte die in Essen eher schwach aufspielende Offense der Hamburger dann einmal ihr ganzes Können. Ein 16-Yardlauf von #32 Curtis Cooper und ein sehenswerter 52 Yard-Touchdown-Pass von Quarterback #17 Zach Witt auf Wide Receiver #84 Marico Gregersen reichten, um weitere 7 (PAT Dannehl) Punkte auf das Scoreboard zu bringen. Wie schon letzte Woche in Köln passierte jetzt lange nichts. Die Cardinals erzielten ihren Raumgewinn meist durch Laufspiel über Runningback #23 Michael Westbrook, blieben jedoch ohne Punkte. Auf Seiten der Hamburger glänzten in der Offense v.a. Arbeitstier Curtis Cooper mit insgesamt 26 Läufen über 140 Yards sowie der für den leider an Grippe erkrankten Maximilian von Garnier (von hier aus gute Besserung!!!) eingesetzte Toni Meinhardt, der am Ende 4 Catches für 50 Yards für sich verbuchen konnte. In der Abwehr war heute deutlich die gute Aufbau- und Jugendarbeit der Blue Devils zu erkennen. So spielte DL #96 Jeffrey Amaning ein super Spiel und konnte sich am Ende über insgesamt 3 Quarterback-Sacks freuen. Erst zu Beginn des 4. Quarters konnten die Hamburg Blue Devils nach einer Interception des ebenfalls sehr stark spielenden Sascha Gehloff den Vorsprung durch ein 29-Yard-Fieldgoal der #43 Florian Dannehl auf 17:0 ausbauen. Nun war der Kampfeswille der Cardinals endgültig gebrochen und auch ein Passversuch im nächsten Drive der Essener landete in den Händen der Hamburger. Wieder einmal war es DB #40 Walter Reese, der es sich erneut nicht nehmen ließ, einen eroberten Ball selbst in die Endzone zu bringen. Begleitet wurde der Interception-Return-Touchdown durch einen der wenigen Höhepunkte des Spieles: Reese „tänzelte“ – nachdem er seine Verfolger abgehängt hatte – in die Endzone. Kurz vor Ende der Partie wurde es noch einmal spannend. Durch einige schöne Läufe von Curtis Cooper kamen die Blue Devils erneut bis dicht an die Red Zone der Cardinals und somit in Fieldgoal-Reichweite, doch zu schnell war die Spieluhr plötzlich abgelaufen und die Fans von einem doch eher schlechteren Spiel auf beiden Seiten erlöst.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die rund 300 mitgereisten Hamburger Fans ein eher einseitiges und wenig spektakuläres Offense-Spiel ihrer Devils gesehen haben, leider gab es viele unnötige Turnovers oder fallengelassene, fangbare Bälle (sog. „Catchables“).Diese noch nicht wirklich championreife Leistung der Hamburger Offense wurde jedoch durch die erneut überragend spielende Defense von Defensive Coordinator Dave Likins wieder gut gemacht. Bleibt zu wünschen, dass die am Samstag hoffentlich zahlreich nach Dresden mitreisenden Fans ein variantenreicheres und sichereres Offense-Spiel zu sehen bekommen und der momentane – durch Schützenhilfe der Berlin Adler errungene (die Adler gewannen in einem dramatischen Spiel bei den Braunschweig Lions mit 20:22) – 1. Tabellenplatz der GFL Nord erfolgreich verteidigt werden kann, so dass es am 06. September zu dem großen Showdown um Platz 1 im Norden zwischen den Braunschweig Lions und den Hamburg Blue Devils kommen kann.

Double Trouble (CE + NM)


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