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What Time is it? It´s Grey D. Time!
Wann immer dieser Schlachtruf in dieser Saison zu hören war, gingen die
Hamburg Grey Devils als Sieger vom Platz.
Am Sonntag trafen die Greys bei ihrem dritten und letzten Auswärtsspiel auf
die Düsseldorf Rhein Weasels. Durch die Ferienzeit und durch ein leider sehr
großes Verletztenlager standen den Trainern Nils Bohm, Norbert Quilitsch und
Andreas Klucinec gerade mal 22 gesunde Spieler zu Verfügung. Da sich diese
Situation bereits über längere Zeit angekündigt hat, war allen klar, dass man
in Düsseldorf nur durch einen intakten Teamgeist und eine geschlossene
Mannschaftsleistung gewinnen kann.
Mit dem deutlichen 36:03 Hinspielerfolg im Rücken und ausgerüstet für einen
reichhaltigen Grillabend fuhren die Greys bereits Samstagmittag in Richtung
Düsseldorf ab. Nachdem gegen ca. 18.00 Uhr das ETAP-Hotel in der Nähe von
Düsseldorf erreicht wurde, fand sich schnell ein geeigneter Grillplatz. Bei
schönstem Grillwetter hatte das Team die Möglichkeit zu entspannen und mal an
etwas anderes als Football zu denken.
Nach einem letzten Sportlergetränk im Hotel wurde es bereits um Mitternacht
erstaunlich ruhig. Dies lag wohl auch daran, dass alle wussten, was Sie am
nächsten Tag erwarten würde. Zahlreiche Rookies und Backups würden Ihre Chance
erhalten und sogar als Starter auf dem Feld stehen und den „alten Hasen“ war
wohl klar, dass die Luft für 4 volle Quarter reichen muss. Trotz dieser
Vorzeichen waren alle Spieler und Verantwortlichen am nächsten Morgen sehr
gelassen und entspannt.
Um 09.30 Uhr erreichte das Team die Spielstätte in Düsseldorf. Entgegen den
sonst sehr gewissenhaften Vorbereitungen, ging es diesmal ruhig und locker
zur Sache. Ein kurzes aber intensives Aufwärmprogramm, ein kurzes Gespräch mit
der Schiedsrichtercrew und schon wurde das Spiel angepfiffen.
Die Rhein Weasels hatten den ersten Angriffsversuch und auf Seiten der Greys
wusste man, dass diese durchaus in der Lage sind, die 33 Punkte aus dem
Hinspiel aufzuholen (siehe Vorbericht). Nach zwei kraftvollen Läufen durch die
Mitte setzte die Trainer der Weasels zum ersten Mal aufs Passspiel und leiteten
damit die erste Schlüsselszene des Spiels ein. Der lange Pass wurde von
Devils CB &WR Matthias Walla abgefangen und in Richtung der Weasels – Endzone
getragen. Mit einer sehr guten Feldposition (ca. 35 Y. Linie der
Weasels) kam jetzt zum ersten Mal die Offense der Greys auf das Feld. Es sollte aber nur ein
sehr kurzer Auftritt werden. Nils Bohm (QB der Greys) bediente bereits mit
dem ersten Spielzug Matthias Walla, mit einem langen Pass in die Endzone, zum
ersten TD des Spiels. Der PAT wurde gewohnt sicher von Sebastian Höner zum
00:07 verwandelt.
Mit diesem ersten TD der Greys mussten die Weasels jetzt sogar 40 Punkte aus
das Scorboard bringen um den direkten Vergleich noch zu gewinnen. Ihr
nächster Drive wurde durch das Laufspiel dominiert. Kraftvolle Läufe durch die
Mitte und das schnelle Laufspiel über die Außenseiten brachten die Weasles bis an
die Redzone der Greys. Die Weasels hatten jetzt die Chance zum Ausgleich,
bzw. sogar zur Führung, wenn ein TD und ein 2PAT gelingen würden.
Nachdem die Weasels es mit ihren nächsten 3 Versuchen nicht geschafft hatten
ein weiteres First Down zu erreichen, haben sie sich dafür entschieden, den
vierten Versuch auszuspielen. Ein nahezu perfekt gespielter Pass in die Ecke
der Devils Endzone konnte vom TE der Weasels aber erst unter Kontrolle
gebracht werden, nachdem dieser mit einem Fuß das Spielfeld verlassen hat.
Nach dieser Schreckskunde war es wieder Hamburger Offense, welche für Punkte
sorgen konnte. Mit einem langen und passorientierten Drive konnte QB N. Bohm
die Offense tief in die gegnerische Spielhälfte bringen. Mit einem Pass auf WR Dennis Loop und dem entscheidenden Block von WR Martin
Bockholt konnte dieser Drive mit dem zweiten TD für die Greys abgeschlossen
werden. Der anschließende PAT wurde wiederum durch S. Höner zum 00:14
verwandelt. Mit diesem Ergebnis haben beide Teams zum ersten Mal die Seiten
gewechselt. Was jetzt folgte war eine Lehrstunde für Flagfootball – Defense. Den
Weasels gelang es nur selten, sich aus Ihrer eigenen Spielhälfte zu befreien.
Immer wieder konnte das Laufspiel der Weasels durch die starke Defense der Greys
gestoppt werden. Durch diese guten Feldpositionen hatte es QB N. Bohm
leicht, das Team zwei weitere Male mit Passspielzügen bis in die gegnerische
Endzone zu führen.
Mit einem Halbzeitstand von 00:28 gingen die Teams in die Halbzeit.
Im dritten Quarter konnten die Greys einen weiteren TD und eine Int. (M.
Walla) auf Ihrem „Habenkonto“ verbuchen und hatten vor dem letzten
Spielabschnitt eine sichere 00:35 Führung.
Im 4 Quarter spielten dann beide Teams für die Galerie, auf Seiten der
Weasels konnten RB # 96 und WR # 86 jeweils einen TD aufs Scoreboard bringen. Für
die Greys war es WR D. Loop und RB S. Höner mit einem Run über 70 Meter nach
kurzem Pass, welche für den Endstand von 15:49 sorgten.
In der Offense hat QB Nils Bohm einen sehr guten Tag erwischt. Er konnte 20
von 34 Pässen anbringen und hat dabei 7 TD´s bei nur 1 Int. erworfen. Trotz
eines starken Passrushes hat die konzentriert spielende Offenseline keinen
einzigen Quarterback Sack zugelassen und keine Yards durch Strafen abgegeben. So
hatte N. Bohm die nötige Zeit und Ruhe fürs Passspiel, um die von der
Defense erspielten guten Feldpositionen zu Punkten zu verwerten.
Bei den WR führte ein weiteres Mal Dennis Loop die Statistiken mit 7 Fängen
für 146 Yards und 3 TD´s an, Matthias Walla konnte 4 Pässe für 56 Yards und 2
TD´s fangen. RB Sebastian Höner steuerte 3 Fänge für 96 Yards und 2 TD´s
bei.
In der Defense der Greys waren es vor allem die Linespieler, welche über
sich hinaus gewachsen sind. Andreas Kobe führte die Defensestatistik mit insg. 8
Solo Tackles und einer Passdef. an, dicht gefolgt von Timo Steinmann mit 7
Solo Tackles, wovon zwei zu Raumverlust führten. Das Defensive Backfield wurde
ein weiteres Mal von Matthias Walla dominiert. 4 Tackles und 2 Int. mit
insg. 22 Returnyards konnte er neben seiner starken Leistung in der Offense für
sich verbuchen. Die dritte Int. des Spiels konnte Nosetackle Andreas Klucinec
nach der PassDef. von A. Kobe für die Greys sichern. In beiden Mannschaftsteilen konnten vor allem diejenigen Spieler überzeugen, welche sonst oft nur als
Backup zum Zuge kommen. Neben dem Offense Guard Holger Meyer-Griem konnten
Andre Zinke, Dennis Hartig, Manuel Schomaker und Frischling Iris Saladauski in
der Defense zeigen, dass man auf sie zählen kann.
Die Weasels konnten dank der guten Defense weder mit Ihrem Laufspiel
(insg. 95 Yards) noch mit Ihrem Passspiel (insg. 95 Yards) mehr als 100 Yards
markieren. Leider hatte auch der QB der Weasels nicht gerade seinen besten Tag
erwischt. Nur 7 von 20 Passversuchen fanden ihr Ziel. Gerade einen TD Pass konnte
dieser dabei anbringen bei drei Interceptions.
Lediglich ihr RB # 96 konnte an diesem Tag mit 23 Läufen für insg. 81 Yards
und 1 TD Normalform erreichen. Bester WR war wieder einmal WR #86 mit 2
Fängen für 39 Yards und 1 TD.
Insg. kann man zu diesem Spiel sagen, dass sich zwei, seit Jahren befreundete Teams zu einem guten und fairen Footballspiel (insg. nur 45 Yards an
Strafen) getroffen haben, welches durch eine gute Schiedsrichtercrew sicher und
unauffällig geleitet wurde.
Mit nunmehr 8:0 Punkten können sich die Greys in aller Ruhe auf die letzten
zwei Heimspiele gegen die Braunschweig Silver Lions (17.08.2003
Kroonhorst) und Hamburg Swans (31.08.2003 Kroonhorst) konzentrieren. (Bitte evtl.
Terminänderungen beachten!) Das jetzt ausgegebene Ziel ist das Erreichen des
Endspiels und die damit verbundene Chance, einen Deutschen Meistertitel
nach Hamburg zu holen.
Total Rushing Düsseldorf Rhein Weasels: 30 Versuche für 95 y.
(# 96: 23 für 81 Y., 1TD)
Total Passing Düsseldorf Rhein Weasels: 20/7/95/1/3 (ATT/COMP/TD/INT).
(# 86: 2 für 39Y., 1 TD)
Total Rushing Hamburg Grey Devils: 12 Versuche für 76 Y.
(M. Walla: 5 für 52Y.)
Total Passing Hamburg Grey Devils: 34/20/353/7/1 (ATT/COMP/TD/INT).
(D.Loop: 7 für 146 Y., 3 TD)
Quelle: Stats der Hamburg Grey Devils
Komplette Stats findet Ihr auf www.hbdstats.de
(c) Andreas Klucinec / Nils Bohm
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