| Mit Rasen hatte der Untergrund der AOL-Arena nun wirklich nicht mehr viel gemeinsam. Die zahlreichen Konzerte der vergangenen Wochen hatten auf dem einst grünen Spielfeld deutliche Spuren hinterlassen. Die beiden Teams der Hamburg Blue Devils und der Dresden Monarchs beeindruckte dies aber wenig, schließlich wollten sie den Ball möglichst selten auf dem Boden der AOL Arena sehen. Sowohl die Meister aus Hamburg als auch die Aufsteiger aus der Barockstadt Dresden boten den 6500 Zuschauern einen heißen Kampf.
Zunächst hinterließen allerdings die Gastgeber den stärkeren Eindruck. Sie dominierten klar das erste Quarter und "schenkten" den Dresdnern quasi durch einen Fumblereturn-Touchdown von David Dugan (#54) die 7:0 Führung, ehe Florian Dannehl (#15) durch ein 19 Yard-Fieldgoal und NFL-Europe Heimkehrer Marico Gregersen (#84), mit einem Last Minute- Touchdown nach einem 45 Yard-Pass die Teufel mit 9:7 in Front brachten. Im zweiten Quarter schienen die Gäste langsam in Fahrt zu kommen und konnten durch Christian Rosenow (#9) und Tom McCune (#10) zweimal die Führung zurückerobern.
Die Devils standen ihrem Gegner aber in nichts nach und verbuchten durch Touchdowns von Marico Gregersen (#84) und Curtis Cooper (#32) weitere Punkte für sich. So wurden beim Stand von 24:21 die Seiten gewechselt. In der zweiten Hälfte zeigte sich dann wieder das alte Problem der Devils. Durch unnötige Strafen verschenkten sie sichere Punkte. Je zwei Touchdowns von Curtis Cooper (#32) und Marico Gregersen (#84) wurden wegen Regelwidrigkeiten nicht anerkannt, am Ende standen 101 Yards Raumverlust aus 13 Strafen für die Devils zu Buche. Zum Glück ging es auch noch anders. Marico Gregersen (#84) fing erneut einen tollen Pass von Quarterback Zach Witt (#17) in der Endzone und nach bangen Blicken auf die Schiedsrichter, welche diesmal ihre Flaggen stecken ließen, konnte er seinen dritten Touchdown des Spiels und die 30:21 Führung seines Teams bejubeln. "Es war schön, endlich wieder auf dem Feld zu stehen und zu spielen. Das ist um einiges besser als Trainingsweltmeister in Berlin zu sein", freute sich Gregersen nach der Partie über seine Leistung. Zu Recht wurde er nach dem Schlusspfiff zum Holsten-MVP auf Seiten der Hamburger gewählt. Das Fieldgoal von Holger Hempel (#7) zum 30:24 war dann nur noch Ergebniskosmetik.
Nächste Woche reisen die Teufel zu ihrem ersten Auswärtsspiel zu den Berlin Adlern, die mit einem Punkt aus den ersten zwei Spielen unter großem Erfolgsdruck stehen. Dort gibt es dann auch ein Wiedersehen mit alten Bekannten, welches sich die Devils mit zwei Punkten im Gepäck selbst versüßen können. Go blue, fight and win - jetzt erst recht! StG Punkte für Dresden: Hempel (#7), Rosenow (#9), McCune (#10), Dugan (#54) je 6 Punkte; für Hamburg: Gregersen (#84) 18, Cooper (#32) 6, Dannehl (#15) 4, Gross (#87) 2
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