| Es war der Tag des Curtis Cooper (#32). Ein ums andere Mal überrannte
er den Gegner und war damit entscheidend am ersten Saisonsieg der
Hamburg Blue Devils beteiligt. Mit 17:0 wurden die Cologne Crocodiles
vor 5700 Zuschauern besiegt. Er lief und lief und lief. Am Ende
brachte er es auf stattliche 218 yrd und einen Touchdown, mehr als
die Cologne Crocodiles mit ihrem Pass- und Laufspiel zusammen erspielten.
Verdientermaßen wurde er nach der Begegnung zum Holsten-MVP
gekürt.
Aber seine Teamkollegen standen ihm in nichts nach. Ob Zach Witt
(#17) mit 91 running, 10 receiving und 128 passing yards, Timo Gross
(#87) mit 100 receiving yards oder die Defense, welche in diesem
Spiel keine Punkte zuließ, alle gaben ihr Bestes und wurden
am Ende mit einem Sieg belohnt.
"Heute haben wir eine Mannschaft auf dem Platz gesehen, es
hat Spaß gemacht zuzuschauen" freute sich Sportdirektor
Didi Stolze nach der Partie. Das Spiel begann aber mit einer Schrecksekunde
für die Blauen. Nach gut zwei Minuten kam Max von Garnier (#80)
an einen langen Pass in die Endzone nicht mehr heran und lief unglücklich
gegen eine Werbebande. Dabei zog er sich einen rund sechs Zentimeter
langen Riss unter dem Knie zu. Die Wunde wurde sofort genäht,
in zwei Wochen wird er wohl wieder trainieren können.
Weil nun neben Patrick Gerigk, Babak Movassaghi, Aiken Seiff, Marico
Gregersen und Slawomir Rybarczyk ein weiterer Receiver nicht zur
Verfügung stand, konzentrierte sich der Titelverteidiger mehr
aufs Laufspiel. Mit Erfolg, denn sowohl Curtis Cooper (#32) als
auch Zach Witt (#17) fanden ein ums andere Mal Lücken in der
Defense der Crocodiles und sorgten für die 14:0 Führung
der Blauen.
0,82 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff stellte Florian Dannehl (#15)
mit einem 34yrd-Fieldgoal den 17:0 Halbzeitstand, was auch zugleich
den Endstand bedeutete, her. Einen bitteren Beigeschmack hatte die
Begegnung allerdings. Zum einen mussten Max von Garnier (#80), Bernhard
Rozic (#92) und Florian Dannehl (#15) verletzt den Platz verlassen,
zum anderen waren wieder einmal weit über 100 yrd Raumverlust
durch Strafen zu verzeichnen. Ganz bitter waren zwei Strafen im
zweiten Quarter, welche die Devils von der 8 yrd line der Gegner
auf die 38 yrd line zurückwarfen und so den schon sicher geglaubten
Punktgewinn verhinderten. "Die vielen Strafen müssen unterbunden
werden" gab Headcoach Kirk Heidelberg nach dem Spiel auch ganz
klar zu verstehen. Mit der im Vergleich zum Saisonauftakt etwas
gesunkenen Zuschauerzahl zeigte man sich in Reihen der Devils doch
relativ zufrieden. "Sicher fehlen uns so um die 2000 Zuschauer,
aber wegen G-Move, Tom Jones-Konzert, Family Day, Reitveranstaltung
und Badewetter können wir damit eigentlich recht zufrieden
sein" -so Didi Stolze nach dem Spiel.
Im dritten Saisonspiel erwarten die Hamburg Blue Devils das Team
der Dresden Monarchs, welches nach der hohen Niederlage in Braunschweig
wohl erkennen musste, dass für sie in der GFL die Bäume
nicht in den Himmel wachsen. Kickoff ist am 21.Juni um 18:30Uhr.
Go blue, fight and win - jetzt erst recht!
StG
Punkte: Witt (#17), Cooper(#32) je 6; Dannehl (#15) 5
|