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Das hatte man sich sicher anders vorgestellt. Trotz der Negativ-Schlagzeilen
der vergangenen Tage waren die Spieler der Hamburg Blue Devils fest
entschlossen, auf dem Platz zu zeigen, dass in Hamburg zumindest
sportlich alles im grünen Bereich ist. Und auch die Stuttgarter
sahen den Ärger in Hamburg eher mit gemischten Gefühlen:
"Wir hatten damit gerechnet, dass das Team durch diese Meldungen
enger zusammenrückt und es für uns noch schwerer wird"
fasste AndreasWengertsmann, Headcoach der Stuttgart Scorpions, seine
Befürchtungen nach dem Spiel zusammen.
Die Vorahnungen der Gäste schienen sich auch rasch zu bestätigen.
Der erste Drive der Schwaben wurde schnell gestoppt und die Devils
kamen begünstigt durch eine Strafe und einen 30 yrd-Pass auf
Max von Garnier (#80) bis an die 11 yrd-Line der Scorpions. Von
dort war es dann Curtis Cooper (#32), der den Ball in die Endzone
brachte und für eine schnelle Führung der Hamburger sorgte.
Es folgte eine Serie von dreizehn Laufversuchen, mit der sich die
Scorpions fast bis an die Redzone der Gastgeber heranarbeiteten.
Der dann folgende Pass auf Gunter Braschler (#5) kam für die
Defense der Devils so überraschend, dass die Stuttgarter auf
7:6 verkürzen konnten.
Auch im zweiten Quarter gelang beiden Teams je ein Touchdown. Zunächst
konnten die Devils ihre Führung durch einen 23 yrd-Pass von
Quarterback Zach Witt (#17) auf Max von Garnier (#80) ausbauen,
dann glichen die Gäste durch einen Touchdown und eine gelungene
Two Point Conversion von Christopher Jackson (#17) kurz vor der
Pause zum 14:14 aus.
Schon zu diesem Zeitpunkt deutete sich an, dass es für den
amtierenden German Bowl-Sieger ein hartes Stück Arbeit werden
würde. Immer wieder kamen die Stuttgarter durch ihr Laufspiel
zu entscheidendem Raumgewinn. Am Ende standen 261 yrd in 64 Versuchen
durch Läufe zu Buche. Auch in der zweiten Hälfte bekam
die Defense der Devils die Angriffe der Gäste einfach nicht
in den Griff. Zwar gingen die Hausherren durch einen 43 yrd Run
von Curtis Cooper (# 32) mit 21:14 in Führung, aber Patrick
Geiger (#21) konnte Mitte des dritten Viertels auf 21:20 verkürzen.
Mit diesem Spielstand wurden auch zum letzten Mal die Seiten gewechselt.
Es versprach eine spannende Schlussphase zu werden, zumal den Scorpions
ein ums
andere Mal ein neues First Down durch ihre Laufspielzüge gelang.
Zehn Minuten vor dem Ende war es dann aber kein Lauf, sondern ein
41 yrd-Fieldgoal von Marc Correll (#6), welches die Stuttgarter
erstmals in diesem Spiel in Führung brachte. Gut fünf
Minuten vor Ende der Partie ließ Max von Garnier (#80) durch
seinen Touchdown die Devils-Fans unter den 6100 Zuschauern wieder
jubeln. Mit 27:23 brachte er sein Team in Front. Nun musste nur
die Defense halten und der erste Saisonsieg des Titelverteidigers
wäre perfekt. Leider hielt die "Blaue Wand" den Angriffen
der Schwaben nur bis 52 Sekunden vor dem Ende stand. Dann fand Quarterback
Patrick Fajfr (#33) eine Lücke und sorgte für die erneute
Führung seines Teams. Als auch die Two Point Conversion durch
Patrick Geiger (#21) verwandelt werden konnte, schien die Entscheidung
zu Gunsten der Stuttgarter gefallen. Die letzten Versuche der Gastgeber
schlugen fehl und so mussten sich die blauen Teufel am Ende knapp
mit 27:31 geschlagen geben.
Enttäuscht zeigte sich über das Resultat am Ende auch
MVP Max von Garnier (#80): "Es ist schon schwer, sich über
zwei Touchdowns und den MVP-Titel zu freuen, wenn man am Ende das
Spiel doch verloren hat." Aber den Kopf sollten die Devils
auf keinen Fall hängen lassen. Bereits am nächsten Samstag
gilt es gegen die Cologne Crocodiles, alles zu geben und die heutige
Niederlage schnell vergessen zu machen. Kickoff ist um 18:30 Uhr.
Go blue, fight and win - jetzt erst recht!
StG
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